Wenn Sie an Geräteschutz im Urlaub denken, fällt Ihnen wahrscheinlich zuerst das Smartphone ein. Eine gute Hülle, vielleicht eine Schutzfolie, fertig. Beim iPad nehmen die meisten Menschen das deutlich weniger ernst. Das ist eigentlich erstaunlich, denn wenn man genau hinschaut, ist das iPad in der Urlaubszeit das Gerät, das am meisten arbeiten muss.
Das iPad als heimliches Sommer-Allzweckgerät
Schauen wir uns einmal an, was so ein Tablet in den ein bis zwei Urlaubswochen tatsächlich leistet. Auf dem Hinflug ist es der Filmprojektor für die ganze Familie. Auf der Autofahrt nach Italien hält es die Kinder auf dem Rücksitz davon ab, sich zu langweilen oder zu streiten. Am Strand wird es zum E-Reader, dann zum Bildschirm für die Reiseführer-App, dann zur Foto-Galerie, in der die Bilder vom Vortag durchgewischt werden.
Im Ferienhaus übernimmt es abends die Rolle, die zu Hause der Fernseher hat. Bei schlechtem Wetter wird es zum Mal- und Spielgerät, zum Lernhelfer und zum Buchersatz. Es wird gehalten, geteilt, weitergegeben, auf dem Tisch abgelegt, in den Strandbeutel gepackt, wieder ausgepackt. Anders als beim Telefon, das meistens in einer Hosentasche verschwindet, liegt das iPad fast immer offen herum und in Reichweite von mehreren Personen.
Was das Sommer-iPad wirklich aushalten muss
Dadurch sammelt sich im Laufe weniger Tage einiges an Belastung. Sand vom Strandtag bleibt zwischen Tasche und Tablet hängen und kratzt bei jeder Bewegung. Sonnencreme an Kinderfingern macht das Display zu einem schwer zu reinigenden Schmierstreifenfeld. Die Sonne erhitzt das Gerät auf einem Tisch im Garten oder im Auto schneller, als die meisten Eltern denken, was auf Dauer auf den Akku schlägt.
Dazu kommen die rein mechanischen Belastungen. Ein iPad ist groß, flach und damit fallempfindlich. Auf der Autofahrt rutscht es vom Schoß, im Ferienhaus aus der Hand eines Sechsjährigen, am Pool von der Liege auf die Fliesen. Es sind selten dramatische Stürze, aber das Format des Geräts macht jeden Aufprall schmerzhaft.
Warum eine gute Hülle hier mehr leistet als am Smartphone
Es gibt drei Gründe, warum das iPad in dieser Hinsicht ernstgenommen werden sollte. Erstens hat es ein viel größeres Display als ein Smartphone, und ein zerbrochenes iPad-Display zu ersetzen kostet oft mehr als ein günstiges Tablet komplett neu. Zweitens benutzen es mehrere Personen, was die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls einfach mathematisch erhöht. Drittens liegt es offener und länger sichtbar herum, also auch länger den Umweltbedingungen ausgesetzt.
Dafür braucht es nicht das teuerste Modell auf dem Markt, sondern das richtige. Es gibt eine große Auswahl an iPad Hüllen für die unterschiedlichen Generationen und Größen, von schlanken Smart Cover-Varianten bis zu robusten Modellen mit verstärkten Ecken und integriertem Standfuß. Wer sein iPad in den Urlaub mitnimmt, profitiert vor allem von zwei Dingen: einem stabilen Rand, der das Display schützt, und einem Material, das nicht direkt verrutscht, wenn Kinderhände im Spiel sind.
Eine ehrliche Einschränkung
Natürlich braucht nicht jedes iPad denselben Schutz. Wer das Gerät ausschließlich zu Hause auf der Couch nutzt und es selten transportiert, kommt mit einer minimalen Hülle gut durch das Jahr. Auch wer keine Kinder hat und das iPad eher als ruhiges Lesegerät benutzt, hat ein anderes Risikoprofil.
Aber der Sommer verändert das Spiel. Plötzlich reist das Gerät, plötzlich teilen es mehrere Menschen, plötzlich liegt es an Orten, für die es eigentlich nicht gebaut wurde. Wer einmal ein iPad mit einem feinen Riss im Display vom Urlaub mitgebracht hat, weiß, dass diese kleinen Dinge im Nachhinein teuer werden.
Eine kleine Investition vor der großen Reise
Bevor Sie also den Koffer packen, lohnt sich ein Blick auf die Hülle, in der das iPad gerade steckt. Sitzt sie noch fest? Schließt sie sauber an den Ecken? Ist das Material noch elastisch oder schon brüchig vom UV-Licht im Fenster? Eine Stunde Aufmerksamkeit jetzt kann den Unterschied zwischen einem entspannten Urlaub mit Filmen und Spielen und einer unerwarteten Reparaturrechnung machen.


